„Afrika ist kein Land“ – mit Dipo Faloyin und Jennifer McCann

Noch immer sind Klischees und Vorurteile rund um den afrikanischen Kontinent Alltag. „Afrika ist kein Land“ ist der Titel von gleich zwei Büchern, die auf ganz unterschiedliche Weise versuchen, diese Klischees zu benennen und aufzubrechen. Die Autor:innen der beiden Bücher, Jennifer McCann und Dipo Faloyin, sind beide in dieser Episode zu Gast.

#47 Wie geht Verkehrsplanung in Afrikas Städten?

Die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent wächst rasant. Bis 2030 werden voraussichtlich sechs afrikanische Städte – darunter Lagos, Kinshasa und Kairo – zu Megastädten mit mehr als 10 Millionen Einwohnern gehören. Alleine in Nigerias Wirtschaftsmetropole Lagos sollen dann fast 25 Millionen Menschen leben. Diese rasante Urbanisierung stellt die Städte und die Menschen, die dort leben vor extreme Herausforderungen. Und genau diesen Herausforderungen möchte ich mich in den kommenden folgen von 55 Countries starker widmen. In dieser Folge geht es um das Thema Verkehr. Im interview: Theodore Asimeng vom IDOS.

#46 Ist Südafrika ein Failed State?

Korruption, Energiekrise, Drogen – Südafrika hat vor der Wahl am 29. Mai zahlreiche Probleme. Zum ersten Mal in der demokratischen Geschichte seit 1994 könnte der African National Congress, kurz ANC, die absolute Mehrheit im Land verlieren. Ist das gut? Oder macht es die Lage noch schwieriger? Auf der Suche nach Antworten mit den Journalist:innen Tycho Schildbach und Zoleka Qadashe.

#45 Wie reagiert Ostafrika auf die Überschwemmungen?

Folge 45. In Tansania, Kenia und Burundi kam es in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder zu massiven Überschwemmungen. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Länder unter extremen Wassermassen leiden. Doch so verheerend wie jetzt war es lange nicht. Die Überschwemmungen zeigen einmal mehr, was Extremwettereignisse durch den menschengemachten Klimawandel für die Menschen in Ostafrika bedeuten – und natürlich auch in anderen Teilen auf der Welt – und wie wichtig es ist, dort hinzusehen. Deshalb schauen wir in dieser Folge von 55 Countries direkt nach Kenia, Tansania und Burundi, um zu verstehen, wie die Menschen dort von den Fluten betroffen sind und auch, wie es für sie weitergeht.

#44 Wie will Sierra Leone Touristen anlocken?

Von 1991 bis 2002 erlebte Sierra Leone einen schweren Bürgerkrieg. 2014 kam die Ebola-Epidemie, die humanitäre Lage für viele Menschen im Land ist noch immer schlecht. Nun aber will der kleine Staat in Westafrika wirtschaftlichen Aufschwung erleben. Vor allem mit dem Tourismus. Denn das Land gilt inzwischen politisch als stabil, sehr sicher und verfügt trotz der geringen Größe über eine sehr diverse Landschaft. Doch wie will Sierra Leone Touristen anlocken? Das konnte ich die Tourismusministerin des Landes Nabeela Tunis fragen. Es ist schon das zweite Mal, das ein:e afrikanische:r Minister:in hier bei 55 Countries zu Gast ist. Und das erfüllt mich bei diesem kleinen Projekt immer wieder mit Stolz. Deshalb gilt wie immer: Wenn euch dieser Podcast gefällt, lasst bitte unbedingt eine Bewertung da und empfiehlt 55 Countries weiter.

#43 Wie verarbeitet Ruanda den Genozid?

Der Völkermord in Ruanda ist nun 30 Jahre her. Er begann am 7. April 1994. In knapp 100 Tagen wurden damals zwischen 800.000 und einer Million Menschen ermordet. Mich hat in dieser Folge aber besonders interessiert, wie Ruanda 30 Jahre nach dem Genozid mit diesen Wunden und Verlusten umgeht. Und vor allem: Wie geht die große junge Generation, die den Völkermord gar nicht selbst erlebt hat, mit dem Thema um? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Carmen Schöngraf von der Ora Kinderhilfe und mit Frida Gates, Tochter einer Genozid-Überlebenden.

#42 Wie macht der Bundestag Afrika-Politik?

Folge 42. Die Bundesregierung zeigt in der aktuellen Legislaturperiode deutlich mehr Interesse am afrikanischen Kontinent. Natürlich nicht ganz uneigennützig: Die Energiekrise hat Deutschland gezeigt, dass zahlreiche afrikanische Staaten ein attraktiver Partner für Energielieferungen sein könnten. Dazu wirbt Deutschland auf dem Kontinent um Fachkräfte, deutsche Unternehmen wollen dort neue Absatzmärkte für ihre Produkte erschließen. Was aber bedeutet all das für einen Abgeordneten im Bundestag? Darüber habe ich mit Karamba Diaby gesprochen, der für den Wahlkreis Halle die SPD im Bundestag vertritt und sich vor allem viel mit Westafrika beschäftigt.

#41 Mayotte: Europas vergessene Außengrenze?

Die Insel Mayotte gehört geographisch zum Komoren-Archipel, nordwestlich von Madagaskar. Politisch ist Mayotte Teil Frankreichs und somit der EU. Sie ist deshalb ein begehrtes Ziel für MigrantInnen, die vor allem aus den benachbarten Komoren, aber auch aus Kontinentalafrika, aus Kongo, Ruanda, Burundi, stammen. Journalistin Luisa von Richthofen hat auf Mayotte recherchiert.

#40 Mehr Reisefreiheit in Afrika?

Folge 40. Immer mehr afrikanische Staaten lockern ihre Visa-Beschränkungen oder schaffen Visa sogar ganz ab. Kenia, Ruanda und Malawi beispielsweise wollen Menschen aus afrikanischen Staaten noch in diesem Jahr eine Einreise ohne Visum ermöglichen. Auch für Menschen aus Europa und Deutschland gelten immer lockerere Regeln. Das Ziel ist klar: Der Tourismus ist für viele Staaten eine attraktive Einkommensquelle und mehr Reisefreiheit ein einfacher Hebel, um das zu erreichen. Wie frei können wir uns bisher auf dem Kontinent bewegen? Unter anderem darüber spreche ich in dieser Folge mit Merlin Kraus und Zoë Sültemeyer.

#39 Warum brauchen wir KI für afrikanische Sprachen?

Ob ChatGPT oder Übersetzungstools: Bisher gibt es nur wenig KI für afrikanische Sprachen. Viele Menschen werden somit von der Nutzung der Programme ausgeschlossen und sind nicht in der Lage mit Ihrer Sprache auch ihre Meinungen, Interessen oder ihre Kultur zu transportieren. Afrikanische Forschende und Entwicker:innen wollen das ändern. Denn der Markt für die Produkte wäre riesig.